Aktuelle Ausstellung 16. November bis 8. Dezember 2019

Jenseits der Erwartung

Am 16. November wird im Kunstraum Alte Spedition, Gladbeck die Ausstellung „Jenseits der Erwartung“ eröffnet. Fünf Künstler aus Deutschland und den Niederlanden nähern sich dieser vielschichtigen Thematik auf unterschiedlichsten Ebenen an.

Henny Latul aus Utrecht malt menschenleere Landschaften, deren Örtlichkeiten nicht wirklich existieren. Ihre Bilder sind intuitiv gemalt und fangen Stimmungen aus Licht und Luft ein. Sie sind stets eine neue Reise zu einem unbekannten Ziel, mit der Suche nach Stille und Frieden.

Helmtrud Kraienhorst setzt den Kontrapunkt dazu. Ihre Werke sind bevölkert von Menschen und häufig auch Tieren. Ihre Thematik ist die soziale Interaktion. Mit Mischtechnik und zeichnerischen Elementen verbindet sie figürliche Elemente mit unbestimmten Hintergründen. Die unbestimmten Hinter-gründe sind wiederum die Verbindung zu den Bildern von Tobias Hartmann. Die Werke des Hamburgers bewegen sich zwischen Realität, Abstraktion und Surrealismus. Er interpretiert Wasser und Wind und seine Bildsequenzen zeigen einzelne Menschen oder Architekturfragmente.

Martin Langer hat zuletzt 2014 in der Alten Spedition ausgestellt. Für diese Schau bringt er Hüller, Hohler und xylische Artefakte mit.


Die Holzskulpturen erinnern an Ritualgegenstände aus Ozeanien, sind aber eigenständige Arbeiten, die genau mit unserer Erwartung des vermeintlich bekannten spielen. Eine reizvolle Zusammenstellung an Kunstwerken, die mit Bildern von Karoline Dumpe ergänzt werden. Sie fügt in dieser Werkgruppe traditionelle afrikanische Muster mit aktuellen Zeitungsausschnitten zu neuen Kontexten zusammen und weist auf ein Afrika hin, welches die Chance hat sich neu zu erfinden.

Diese Ausstellung lebt von Gegensätzlichkeiten wie von Verbindungen und zeigt damit auf, wie der aktuelle gesellschaftliche Diskurs künstlerisch interpretiert werden kann.